Der Präsident der Mennonitischen Weltkonferenz Nelson Kraybill fordert den Patriarchen Kirill von Moskau, Patriarch der Russisch-Orthodoxen Kirche, auf, sich klar und mutig für das Evangelium des Friedens einzusetzen und seinen Protest einzulegen gegen den Angriff Russlands auf die Ukraine.
In einem öffentlichen Brief wendet sich die Mennonitische Weltkonferenz (MWK) an den Patriarchen der Russisch-Orthodoxen Kirche, Patriarch Kirill von Moskau. Der Präsident der MWK spricht mit deutlichen Worten: «Jetzt, da Russland die Ukraine mit Waffengewalt angreift, wenden wir uns an Sie als Führungspersönlichkeit der Christen in Russland und bitten Sie, mutig für das Evangelium des Friedens zu sprechen und zu handeln. Wie auch immer ein Angriff auf die Ukraine begründet werden mag: er ist ein unmoralischer Akt, den Christen überall verurteilen müssen.»
Präsident Kraybill weist dabei auf Jesus hin: Als Petrus das Schwert zog, wies ihn Jesus an, es wegzulegen. Kraybill spricht dem Patriarchen zu, dass die Mennoniten in dieser schwierigen Situation für ihn und alle Christen und Christinnen in Russland und der Ukraine beten und schliesst mit den Worten: «Möge Gott Ihnen den Mut gewähren, ein Friedensstifter zu sein, wie es Jesus gelehrt und vorgelebt hat. Maranatha! Komm, Herr Jesus!»
Mit diesem offenen Brief folgt die MWK einer Bitte, mit welcher sich das Täuferische Forum für Frieden und Gerechtigkeit (TFFG) an die MWK gewandt hatte. Das TFFG ist eine Kommission der Konferenz der Mennoniten der Schweiz.
Der Brief (in Englisch) kann hier heruntergeladen werden: