Der Bundesrat findet, dass in der Schweiz zu viele Männer Zivildienst statt Militärdienst leisten. Mit sechs Massnahmen will er deshalb die Zahl der Zulassungen zum Zivildienst senken. Die Konferenz der Mennoniten der Schweiz lehnt die dafür nötigen Änderungen des Zivildienstgesetzes ab. Sie hat im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens eine entsprechende Stellungnahme eingereicht.
Bereits 2019 hatte der Bundesrat eine Gesetzesrevision mit acht Massnahmen vorgeschlagen, um den Zivildienst weniger attraktiv zu machen. Die Vorlage scheiterte jedoch 2020 im Nationalrat. Auch damals hatte sich die Konferenz der Mennoniten der Schweiz an der Vernehmlassung beteiligt. Die Dachorganisation der Schweizer Mennoniten ist laut ihrer neuen Stellungnahme weiterhin überzeugt: Der Zivildienst in seiner heutigen Form funktioniert und bringt der Gesellschaft und der Umwelt einen grossen Nutzen. Vor allem mache er es möglich, die Dienstpflicht zu erfüllen und dabei das verfassungsmässige und international anerkannte Recht auf Glaubens- und Gewissensfreiheit zu wahren. Die Gewährung der Gewissensfreiheit dürfe nicht in Frage gestellt werden. Die vorgeschlagenen Änderungen des Zivildienstgesetzes würden dies aber tun, begründet die KMS ihre Haltung. (SR)